Theater to Go - 2. & 3. Juli 2021 - 18:30 Uhr bis 22:30 Uhr

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Theater Kaufbeuren

Ort: Kirchplatz/Ganghofer Haus
Objekt: Briefbeschwerer Ganghofer (Um 1900, Marmor, Holz, Fell)

Wer war dieser Ludwig Ganghofer? theater kaufbeuren setzt sich mit dem großen Sohn der Stadt durchaus kritisch auseinander und zeigt uns den Mensch Ganghofer jenseits von Alpenkitsch und Klischee, ohne jedoch seine Begeisterung für die Natur und die Jagd zu vergessen, die viele seiner Bühnenstücke und Romane prägen.

Theater Kaufbeuren
Theater im Turm Kaufbeuren

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Theater im Turm

Ort: DeCrignis Innenhof – Kaiser-Max-Straße 6
Objekt: Semmel mit Innenleben (Nachbildung einer Semmel 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, Holz, Wachs, Moos, Glas)

Es ist unklar, zu welchem Zweck dieses Objekt gefertigt wurde. Während es zunächst wie eine Nachbildung einer Semmel aussieht, lässt sich auf der Rückseite ein Schieber öffnen. Dahinter ist eine Szene hinter Glas eingerichtet mit einem Mann, der vor einem Tisch mit einem Becher steht. Die Bedeutung des Stücks ist bislang rätselhaft. Doch Theater im Turm hat gleich mehrere valentineske Lösungmethoden auf Lager.

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Aufbruch Umbruch

Ort: Innenhof Stadtapotheke – Ludwigstraße 13
Objekt: Brüderleinskrug (Scherzgefäß) 2. Hälfte des 18 Jahrhunderts, Ton, glasiert

Dieser sogenannte Brüderleinskrug gehört zu den Scherzgefäßen und war für vier Trinker gedacht. Aufbruch-Umbruch schien uns der richtige Verein, um die Geheimnisse dieses Krugs zu entschlüsseln. In einem Krügerl-Song, dargeboten mit wildem Akustik-Punk und einem Hauch von Schlager, kommt das Gefäß zu neuen Ehren.

Aufbruch Umbruch
Puppenspielverein

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Puppenspielverein

Ort: Spielberger Hof – Pulverturmgässle 41 a, Eingang Ludwigstraße
Objekt: Hundehalsband, 18. Jahrhundert, Leder, Messing, Eisen

Dieses Hundehalsband soll angeblich der Hund Tyras des „Bayerischen Hiasl“, Matthias Klostermayr (1736–1771), getragen haben. Klostermayr war ein berüchtigter Wilderer seiner Zeit und Anführer einer Bande von „gerechten Räubern“, die im schwäbisch-bayerischen Raum umherzogen. In unserem Stück mischt sich nun der Kasperl ein, der das magische Hundehalsband findet und mit dem Räuber einen Pakt schließt.

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Moskitos

Ort: Innenhof Rotarier Eingang Ludwigstraße 36
Objekt: Bildnis Katharina von Apin

Eine Familie Apin ist ab 1761 mit Christoph Jakob Apin in Kaufbeuren bezeugt. Laut den Familienaufzeichnungen der Apin war Katharina Barbara (1725– 1731) eine Schwester eben jenes Christoph Jakob Apin, der Färber von Beruf war. Sie starb mit sechs Jahren an den Blattern, also Pocken. Der Oberstufenkurs der Moskitos aus dem JBG widmet sich dem kurzen Leben von Katharina von Apin und lässt uns so teilhaben an der Vergänglichkeit des Lebens.

Moskitos
Tiny Schmauch & Band

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Tiny Schmauch & Band

Ort: Museumsgarten – Eingang Stadtmuseum, Kaisergässchen 12-14
Objekt: Schild „Hier herrschen Blattern“ (19. Jahrhundert Blech, lackiert)

Dieses Schild verweist auf die Gefahr der Ansteckung mit den Blattern, also den Pocken. Im 19. Jahrhundert brach durch den Deutsch-Französischen Krieg 1871 in Europa die letzte große Pockenepidemie aus. Ihr waren hunderttausende Menschen zum Opfer gefallen. Diesem sehr aktuellen Thema widmen sich drei fantastische Musiker in einem Programm, das den Titel „Blatter-Splatter“ trägt. Seien wir gespannt.

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Spot e.V.

Ort: Klosterberggarten – Crescentiaplatz 13
Objekt: Eingericht mit Klosterfrauen im Pferdeschlitten um 1900, Glas, Holz, Pappe, Papier

„Eingerichte“ wurden in Klöstern mit viel Geduld und Liebe gefertigt und schmückten kirchliche Räume. Die Zeit, die diese Arbeit in Anspruch nahm, war Ausdruck von Demut, Andacht und Hinwendung zu Gott. In unserem Stück macht sich ein Nonnenchor Gedanken über Sinn, Glaube und Gott. Denn am Ende stehen wir alle nackt vor unserem Schöpfer. Oder vor wem auch immer.

Spot e.V.
Aggenstein

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Aggenstein

Ort: Obstmarkt
Objekt: Bauernrausch, Moritat

Die Lithografie von E. Ling aus Ulm (Mitte des 19. Jhts.) beinhaltet und illustriert den beschwerlichen Heimweg eines berauschten Bauern nach einer durchzechten Nacht. Inspiriert durch dieses Gedicht erleben Sie hier neben dem Bauernrausch andere ausgewählte Moritaten und sogenannte Küchenlieder.